Immerhin etwas Tröstendes hat diese Frage. Es geht alle etwas an. Nicht nur mich oder dich.
Ja, warum stolpern wir über Erwartungen, Vorstellungen, Bedürfnisse? Weil wir irgendwann gelernt haben zu unterscheiden. Als Baby von mir zur Mutter, als Kind von mir zum anderen Kind. Zum Beispiel „ich der Stille“, „das andere die Laute“. Oder später bin ich der schnell Lernende, andere sind eher schwer von Begriff…
Es geht also um Entwicklung der Ich-Identität, welche durchaus Vorteile hat, aber eben auch fette Nachteile. Chögyam Trungpa hat die Ursache dieser Entwicklung mal so formuliert: als wir im Universum langsam und sanft zu tanzen begannen, haben wir immer weiter getanzt und plötzlich gemerkt, dass ein Ich tanzt. Ich tanze. Statt „Tanz-Universum-Stern-Bewegung-Schweben“.
Wie kommen wir aus der Verwirrung heraus: durch eine „Klare Sicht“, also eine direkte Sicht in unsere wahre Natur, die ist nämlich ohne Verwirrung. Dieses Training ist gar keins, sondern ein schlichtes Ruhen im Geist. James Low beschreibt das eindrucksvoll in seinen Büchern und seinem YouTube-Kanal. Und natürlich startet unser Weg mit der von Tilda Swinton salopp und knackig formulierten Einsicht: "I'm not a big believer in identity".
10. Okt. 2025
Nichthaftigkeit-Offenheit
3. Okt. 2025
Chaos
18. Jun. 2025