Heute gerade bin ich in Indien angekommen, der Taxifahrer rast auf der löcherigen Strasse, die immer wieder plötzlich einspurig ist, weil das vergangene Unwetter den Belag in das Tal riss. Die Ziege springt zur Seite, der dunkel gekleidete Mensch später in der stockdunklen Nacht auch. Das Taxi schlängelt sich an der wilden Prozession vorbei, die junge Frau in der Kopierstube lächelt mich an, ebenso der Beamte, der mir den Stempel in den Pass haut. Ich brauche eine Bewilligung, um hier zu sein. Nichts hab ich vorbereitet. Alle helfen. Es ist im Fluss. Die Welt versinkt hier nicht im Chaos. Alle wissen, ohne Chaos keine Welt. Also schmiegen wir uns an und schwingen mit.
10. Okt. 2025
Nichthaftigkeit-Offenheit
Nur die ‚Reine Sicht‘ der Buddha-Natur von den fühlenden Wesen gilt als unverfälscht. Jede andere Sicht wird getrübt durch Konzepte, Vorstellungen, unsere persönliche Geschichte und Fixierungen. … Trotzdem urteilen wir ständig. Und das…
17. Aug. 2025
Warum sind wir verwirrt?
Immerhin etwas Tröstendes hat diese Frage. Es geht alle etwas an. Nicht nur mich oder dich. … Ja, warum stolpern wir über Erwartungen, Vorstellungen, Bedürfnisse? Weil wir irgendwann gelernt haben zu unterscheiden. Als Baby von mir zur…
18. Jun. 2025
Buddhanatur des Vogels
Übergeordnet ist die Buddhanatur, die Reinheit, das Offene, das unendlich Klare, in allem. In jedem Stein, in jeder Emotion, in jedem Brüllen der Löwin. Etwas eingeschränkter – je nach feingesponnener buddhistischer Systematik – findet…