«Die wirklichen Werte tragen wir alle in uns, aber wir müssen sie erkennen.»
Ayya Khema
Körper
Radio 1: Tageskolumne Buddhismus (08.08.2024)
Die vier edlen Wahrheiten sind simpel und zutiefst weise zugleich. Es gibt Unzufriedenheit im Geist und Körper. Das hat einen einfachen Grund, nämlich die Identifizierung mit den Gefühlen, Konzepten und Empfindungen. Mehr
Die vier edlen Wahrheiten sind simpel und zutiefst weise zugleich. Es gibt Unzufriedenheit im Geist und Körper. Das hat einen einfachen Grund, nämlich die Identifizierung mit den Gefühlen, Konzepten und Empfindungen. Und es gibt eine frohe Botschaft, nämlich einen Weg aus diesem selbst produzierten Unglück heraus. Dieser Weg ist klar definiert und hat (acht) konkrete Punkte. Very simpel. Warum gehen den Weg dann so wenige, oder anders gesagt, warum soll es in unserem Zeitalter nur ein paar tausend Erwachte geben und nicht gleich ein paar Millionen? Nun, diese simple Botschaft hat ein paar Stolpersteine. Zuallererst müssen wir akzeptieren und verstehen, dass auch vermeintlich positive Gefühle in sich Leiden sind. Warum? Das Positive geht schneller vorbei als uns lieb ist. Dann sind wir unglücklich und jagen wieder dem kurzfristigen Glück nach. Und so weiter, ein ewiger Kreislauf. Ein weiterer Stolperstein ist unsere Faulheit bezüglich dieser vierten und letzten edlen Wahrheit. Wir benötigen Disziplin – nicht gerade ein aufbauender Begriff heutzutage und mit dem sturen Verkrampften hat’s auch nichts zu tun. Zuallererst brauchen wir, wenn wir die Systematik der buddhistischen Psychologie nutzen, Vertrauen, dass wir diese Disziplin auch haben können. Glauben wir wirklich an diese Kraft in uns? Dann geht es um Beständigkeit, nur einmal diszipliniert zu sein, langt hinten und vorne nicht. Und erst nach Wochen und Monaten der Hingabe und Beständigkeit können wir diese 8 Aspekte voll und ganz erfüllen (wie tiefes Verstehen, ethisch bewusstes Handeln oder entspanntes Meditieren). Dann erlangen wir liebevolle Routine und einen klaren Blick, dann erwachen wir früher oder später.
WenigerWenn Ängste vorsichtig machen, dann rase ich bei Glatteis nicht mit dem Rad in die Kurve. Wenn Ängste mich aber erstarren lassen, ist das weniger hilfreich. So oder so: Mehr
Wenn Ängste vorsichtig machen, dann rase ich bei Glatteis nicht mit dem Rad in die Kurve. Wenn Ängste mich aber erstarren lassen, ist das weniger hilfreich. So oder so: starke Emotionen sind Mittel, kein Hindernis auf dem Weg des buddhistischen Tantra. Die Emotion anschauen, statt wegschauen. Mutig dem vermeintlich Zerstörenden begegnen, auch wenn es innen zittert. Dann hineinatmen. Fokus setzen heisst, Lung (tibetisch: Wind ist eine unklare Übersetzung) dorthin schicken, an diesen unangenehmen Ort. Vielleicht zusätzlich aktiv helles Licht dort scheinen lassen, wo sich die Emotion körperlich zeigt. Langjährig Praktizierende beten darum, dass sie starke Probleme, also starke Emotionen bekommen, damit sie diese unangenehme Stärke aktiv transformieren können auf dem Weg zum Erwachen. Wo ist die nächste Wut?
WenigerMeditation zum Mitgefühl
Was ich glaube
Kurzinput für socialmedia-Kanal katholische Kirche Kanton Zürich 2024
Liebe ist gefährlich. Ich verliere mich, die Gefühle schwappen herum. Die innere Mitte wankt, falls sie überhaupt mal da war. Die Liebe wird zum Strohhalm meines hilflosen, bedürftigen Ichs. Mehr
Liebe ist gefährlich. Ich verliere mich, die Gefühle schwappen herum. Die innere Mitte wankt, falls sie überhaupt mal da war. Die Liebe wird zum Strohhalm meines hilflosen, bedürftigen Ichs. Wenn ich mich voll auf sie einlasse, auf diese Liebe, liebe ich vielleicht plötzlich alle und alles. Rosarot. Will ich das? Wo ist dann mein Gestaltungsspielraum, meine Selbstwirksamkeit? Fremdgesteuert, und dann noch diese Hormone. Dann begebe ich mich lieber ins Fahrwasser der allumfassenden, bedingungslosen Liebe statt gleich in die innere Immigration. Aber wo steckt sie denn, diese unconditional love? In meinen buddhistisch genährten Konzepten. Vielleicht steckt sie in mir, wenn ich andere spüre? Also doch rosarot, nur fokussierter und bewusster, vielleicht. Klassisch gesagt: wenn ich bei allen die gleiche Sehnsucht spüre, ohne Unterscheidung. Die Sehnsucht nach Glück, die Sehnsucht nach Freiheit vor der Unzufriedenheit.
Weniger«Wollt ihr zum wahren Verständnis gelangen, müsst ihr alles persönliche Verlangen loslassen.»
Gendün Rinpoche
Lama Chenno
«Wenn ihr zu sehr an schnellen Besserungen hängt, liegt darin eine grosse Gefahr.»
Gendün Rinpoche
Tod
Radio 1: Tageskolumne Buddhismus (12.08.2024)
Erwachen
Radio 1: Tageskolumne Buddhismus (05.08.2024)
«Eigentlich befreien wir uns von überhaupt nichts. Wir bleiben einfach standhaft bei uns selbst.»
Pema Chödrön
Sanfte Frau
Dritter Teil einer fünfteiligen Reihe 2022
Meditation zum Gautama Buddha
Wilde Frau
Zweiter Teil einer fünfteiligen Reihe 2022
«Wenn ihr den Sinn für Wiederholung verliert, dann wird eure Praxis recht schwierig werden.»
Shunryu Suzuki
Gefühle
Radio 1: Tageskolumne Buddhismus (29.07.2024)
Anstrengung
Meditation zur Grünen Tara
«Es ist schmerzlich, den spirituellen Weg zu beschreiten. Es ist eine ununterbrochene Demaskierung, das Abschälen einer Schicht von Masken nach der anderen.»
Chögyam Trungpa
Bodhicitta: Zarter Punkt
Was ist Buddhismus?
"Wenn du dich vom Aussen abkehrst, dich nach innen wendest und deinen eigenen Geist erleuchtest, dann sind alle Geheimnisse in dir selbst."
Hui-neng
«Seien Sie nicht kleinmütig.»
Dilgo Khyentse
Sexuelle Frau
Vierter Teil einer fünfteiligen Reihe 2022
«Ehe wir uns irgendwelchen exotischen Techniken hingeben, ehe wir mit unseren Energien, mit Sinneswahrnehmungen, mit Visualisierungen in Form von religiöser Symbolik Spiele treiben, müssen wir unser Denken gründlich durchsieben.»
Chögyam Trungpa
Lachen als Mantra
«Ehe wir in Verbindung mit dem Himmel treten, müssen wir eine Beziehung zur Erde herstellen und an unseren grundlegenden Neurosen arbeiten.»
Chögyam Trungpa
«Wie Tischtennisbälle springen wir von einem Ort zum nächsten.»
Thubten Chodron
Buddha ist nicht so wichtig, schon lange tot. Nietzsche würde sich freuen über diese Aussage. Weil auch Gott tot ist: die Vorstellung einer externen Kraft ist passé, wenig hilfreich. Mehr
Buddha ist nicht so wichtig, schon lange tot. Nietzsche würde sich freuen über diese Aussage. Weil auch Gott tot ist: die Vorstellung einer externen Kraft ist passé, wenig hilfreich. Nur noch hilfreich für die Armen als Kraftquelle, Religion als Opium des Volkes, so Marx. Wie irrelevant diese Verallgemeinerung könnte da Arendt sagen, entscheidend bleibt die individuelle Übernahme der Verantwortung für Gerechtigkeit und Freiheit. Und wo bleibt da der historische Buddha? Immerhin hat er als einer der ersten diese individuelle Verantwortung radikal wahrgenommen, zum Wohle von Freiheit für alle gleich, ohne Ausnahme. Natürlich ist er steil, dieser kurze Diskurs. Aber das Hirn anregen und kritisch reagieren, ist zu Beginn wichtig, bevor ich mich in Hingabe übe. Nicht an den historischen Buddha, der ist tatsächlich nicht mehr unter uns, sondern an meine lebende Lama, mich heute anregende buddhistische Texte, meine mit mir meditierende Kollegin.
WenigerWenn es so einfach wäre. Dann läge alles im Aussen, das Glück zum Beispiel. Oder das Unglück, die Verantwortung. Wenn es so einfach wäre, gäbe es eine Religion, der alle Menschen folgten. Mehr
Wenn es so einfach wäre. Dann läge alles im Aussen, das Glück zum Beispiel. Oder das Unglück, die Verantwortung. Wenn es so einfach wäre, gäbe es eine Religion, der alle Menschen folgten. Wenn es so einfach wäre, würde ich die Blume küssen, weil sie so duftet. Wenn es kompliziert und anstrengend ist, dann muss ich bei mir starten. Aber locker bleiben bitte.
Weniger«Den Geist zu bändigen und heilsam zu machen erfordert Beharrlichkeit.»
Dilgo Khyentse
TogChöd mit Tulku Lobsang Rinpoche
Allumfassende Frau
Fünfter Teil einer fünfteiligen Reihe 2022
Glückseligkeit ist das Ziel. Bliss im Körper. Eine ruhige langwährende Ekstase. Anfänglich mag ein kurzes Glücksgefühl beim Schokoladeessen oder beim Orgasmus genügen. Schritt eins sozusagen. Bliss heisst Ruhe, Frieden, offener Blick, Wachheit. Mehr
Glückseligkeit ist das Ziel. Bliss im Körper. Eine ruhige langwährende Ekstase. Anfänglich mag ein kurzes Glücksgefühl beim Schokoladeessen oder beim Orgasmus genügen. Schritt eins sozusagen. Bliss heisst Ruhe, Frieden, offener Blick, Wachheit. Beständigkeit im inneren Lächeln. Der Körper ist erfüllt, nicht vollgefressen. Und dann dazu ein wacher und stiller Geist.
WenigerGenuss
Radio 1: Tageskolumne Buddhismus (15.07.2024)
«Langeweile ist wichtig, weil sie das Gegenteil von Bestätigung ist.»
Chögyam Trungpa
«Karma ist schöpferisch wie ein Künstler, Karma drückt sich aus wie ein Tänzer.»
Buddha
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